Hitzebeständige Glasfaserstoffrolle
Produktübersicht
Die hitzebeständige Glasfaserstoffrolle wird aus hochreinen E-Glas- oder R-Glas-Filamenten unter Verwendung eines proprietären, wärmereinigenden Schlichteverfahrens hergestellt. Dieses Tuch behält seine strukturelle Integrität bei Temperaturen von bis zu 650 °C dauerhaft bei, mit einer kurzfristigen Belastungstoleranz von bis zu 750 °C. Erhältlich in Stärken von 0,30 mm bis 2,00 mm und Gewichten von 200 g/m² bis 900 g/m². Der Stoff weist eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf (0,035–0,045 W/m·K) und behält nach 1000 Stunden bei 500 °C 90 % der Zugfestigkeit bei Raumtemperatur. Das Tuch ist mit einem hitzebeständigen Bindemittel behandelt, das die Rauchentwicklung bei hohen Temperaturen minimiert.
Kernvorteile
Produktspezifikationen
| Faserzusammensetzung | E-Glas / R-Glas (hitzebehandelt) |
| Webart | Uni, Twill oder Leno |
| Dickenbereich | 0,30 – 2,00 mm (±0,04 mm) |
| Flächengewicht | 200 – 900 g/m² |
| Kontinuierliche Betriebstemperatur | –60°C bis 650°C |
| Spitzentemperatur (15 Min.) | 750°C |
| Wärmeleitfähigkeit | 0,035 – 0,045 W/m·K |
| Gewichtsverlust bei 600°C (24h) | ≤ 0,5 % |
| Rollenbreite | 900 mm, 1100 mm, 1300 mm |
| Rollenlänge | 25 m, 50 m, 100 m |
Anwendungsfelder
Handhabungs- und Installationshinweise
Häufig gestellte Fragen
Bei hitzebeständigem Fiberglas wird hochreines Glas auf Silikatbasis (typischerweise SiO₂ > 55 %) mit einer speziellen Hitzereinigungsverarbeitung verwendet, die organische Beschichtungen entfernt. Dies bietet eine bis zu 150 °C höhere Betriebstemperatur als Standard-E-Glas. Das Tuch weist außerdem eine geringere Schrumpfung (≤ 1,5 %) bei erhöhten Temperaturen auf und widersteht der Entglasung, die dazu führt, dass Standard-Glasfaser oberhalb von 450 °C spröde wird.
Ja, für kurzzeitigen Spritzschutz bis 750°C. Allerdings kann das direkte Eintauchen in geschmolzenes Aluminium (660 °C) mit der Zeit zu Benetzung und Kapillarpenetration führen. Für einen längeren Kontakt verwenden Sie eine Keramikbeschichtung oder eine Innenschicht aus Zirkonoxidgewebe. Das Tuch eignet sich eher zum Schutz von Bauelementen vor Strahlungswärme als zum Schutz vor Untertauchen.
Hitzebeständige Glasfasertücher haben eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035–0,045 W/m·K, was etwa 30 % höher ist als Decken aus Keramikfasern (0,020–0,030 W/m·K). Allerdings bietet das Tuch eine deutlich höhere Zugfestigkeit (≥ 300 MPa) und Abriebfestigkeit, wodurch es für Anwendungen geeignet ist, die sowohl thermischen Schutz als auch mechanische Haltbarkeit erfordern.
Empfohlen wird die Kantenversiegelung mit einem Hochtemperatur-Silikon- oder Keramikkleber, der 2–3 mm von der Schnittkante entfernt aufgetragen wird. Alternativ kann beidseitig ein Thermoband (3M 3380 oder gleichwertig) angebracht werden. Verwenden Sie bei kritischen Anwendungen einen gefalteten Saumstich mit Inconel-Draht, um eine mechanische Dichtung zu schaffen, die Vibrationen und Temperaturschwankungen standhält.
Durch die Hitzereinigungsbehandlung werden organische Verbindungen entfernt, das Tuch kann jedoch Öle absorbieren, wenn es vor dem Gebrauch kontaminiert wird. Bei Temperaturen über 300 °C pyrolysieren Ölverunreinigungen und es entstehen möglicherweise Kohlenstoffablagerungen, die die Wärmeleistung des Tuchs beeinträchtigen können. Bei Anwendungen mit Öleinwirkung verwenden Sie eine Beschichtung auf Fluorpolymer- oder Graphitbasis, um eine Kontaminationsbarriere zu schaffen.
Bei 550 °C Dauerbetrieb hat das Tuch eine voraussichtliche Lebensdauer von 5.000–8.000 Stunden, bevor die Zugfestigkeit auf 70 % des Anfangswerts abnimmt. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von der Temperaturwechselfrequenz, der mechanischen Vibration und den atmosphärischen Bedingungen ab. Eine regelmäßige Inspektion alle 1.000 Betriebsstunden wird empfohlen. Für kritische Sicherheitsanwendungen wird ein Austausch nach 5.000 Stunden empfohlen.
