300 g/m² Fiberglas-Stoffrolle
Produktübersicht
Die Glasfaserstoffrolle mit 300 g/m² ist ein robustes, mittelschweres Gewebe aus hochfesten E-Glas-Filamenten, das eine hervorragende mechanische Leistung für anspruchsvolle Verbundstoffanwendungen bietet. Bei einem Flächengewicht von 300 g/m² ± 5 % bietet dieses Tuch eine Zugfestigkeit von 340 MPa in Kettrichtung und 320 MPa in Schussrichtung. Der Stoff ist in Stärken von 0,28 mm bis 0,35 mm erhältlich und verfügt über eine ausgewogene Leinwand- oder Köperbindung, die eine gleichmäßige Spannungsverteilung und eine hervorragende Harzdurchdringung gewährleistet. Das Tuch arbeitet kontinuierlich bei Temperaturen von –60 °C bis 550 °C und ist mit allen gängigen Harzsystemen kompatibel, einschließlich Epoxid-, Polyester-, Vinylester- und Phenolharzen. Das Rollenformat bietet gleichbleibende Qualität und effiziente Materialausnutzung sowohl für Handlaminierung als auch für automatisierte Verbundherstellungsprozesse.
Kernvorteile
Produktspezifikationen
| Faserzusammensetzung | Hochfestes E-Glas |
| Webart | Uni oder Twill |
| Flächengewicht | 300 g/m² (±5%) |
| Dicke | 0,28 – 0,35 mm |
| Zugfestigkeit (Warp) | ≥ 340 MPa |
| Zugfestigkeit (Schuss) | ≥ 320 MPa |
| Faserdurchmesser | 9 µm |
| Garnanzahl | 16 × 16 pro Zoll |
| Kontinuierliche Betriebstemperatur | –60°C bis 550°C |
| Feuchtigkeitsaufnahme (24h) | ≤ 0,2 % |
| Rollenbreite | 900 mm, 1100 mm, 1300 mm |
| Rollenlänge | 40 m, 80 m, 150 m |
Anwendungsfelder
Handhabungs- und Installationshinweise
Häufig gestellte Fragen
300 g/m²-Stoff bietet im Vergleich zu 200 g/m²-Stoff eine etwa 40 % höhere Zugfestigkeit pro Schicht und einen um 50 % höheren Biegemodul. Dies ermöglicht es Ingenieuren, die Anzahl der für eine äquivalente Dicke erforderlichen Lagen zu reduzieren und so die Laminatpläne zu vereinfachen. Das schwerere Gewebe sorgt außerdem für eine bessere Oberflächenbeschaffenheit und eine geringere Porosität in dicken Laminaten. Für Anwendungen, bei denen es auf das Gewicht ankommt, können 200 g/m² für kosmetische Schichten bevorzugt werden, während 300 g/m² für Strukturkerne verwendet werden.
Bei der Vakuuminfusion sorgen niedrigviskose Epoxidharze (100–250 cP) oder Vinylester (150–300 cP) für eine optimale Benetzung. Die Durchlässigkeit des Tuches (1,8 × 10⁻⁹ m²) ermöglicht Aufgusszeiten von 5–10 Minuten pro Meter Länge. Wir empfehlen die Verwendung eines Strömungsmediums auf der Oberseite und die Aufrechterhaltung eines Vakuumdrucks von 0,095–0,100 MPa. Das Vorwärmen des Harzes auf 30–35 °C verbessert die Fließeigenschaften, ohne die Verarbeitungszeit zu beeinträchtigen.
Ja, 300 g/m²-Gewebe ist für die Prepreg-Herstellung mit Epoxidharz, BMI oder Phenolharz geeignet. Die gleichmäßige Dicke und das gleichmäßige Gewicht ermöglichen eine präzise Steuerung des Harzgehalts (typischerweise 35–40 % nach Gewicht). Für die Prepreg-Verarbeitung empfehlen wir eine Harzfilmdicke von 0,08–0,12 mm pro Lage. Das Tuch lässt sich gut auf Prepreg-Maschinen verarbeiten und sorgt für eine stabile Haftung beim Auflegen.
Beim Handlaminieren liegt der typische Faservolumenanteil bei Polyesterharzen bei 30–35 % und bei Epoxidharzen bei 35–40 %. Mit geeigneten Konsolidierungstechniken kann beim Vakuumverpacken ein Faservolumenanteil von 45–50 % erreicht werden. Das Webdesign des Stoffes ermöglicht eine gute Verdichtung und erreicht bei Verfestigungsdrücken über 0,5 MPa ein Faservolumen von 50 %. Berechnen Sie die Harzmenge immer anhand des gewünschten Faservolumenanteils.
Das Tuch behält seine strukturelle Integrität bis zu 550 °C dauerhaft bei. Für Anwendungen über 500 °C empfehlen wir die Verwendung einer Hochtemperaturschlichte, die eine Faserversprödung verhindert. Das Tuch kann bei diesen Temperaturen in Ofenisolierungen, Abgassystemen und Feuerschutzwänden verwendet werden. Allerdings kann eine längere Einwirkung von Temperaturen über 550 °C zu einer Faserkristallisierung und einer Verringerung der Festigkeit führen. Überprüfen Sie stets die Betriebsbedingungen beim Hersteller.
Bei Klebefugenanwendungen wird bei unkritischen Verbindungen eine Mindestüberlappung von 50 mm empfohlen. Für strukturelle Verbindungen verwenden Sie eine Überlappung von 75–100 mm mit 4–6 Lagen 300 g/m² Stoff. Die Überlappung sollte so ausgelegt sein, dass die Verbindungsfestigkeit die Auslegungsfestigkeit des Grundmaterials übersteigt. Verwenden Sie bei hochbelasteten Verbindungen einen Schäftungswinkel von 5–8 Grad. Führen Sie immer gemeinsame Tests durch, um das Design zu validieren.
