Leichte Glasfaserstoffrolle
Produktübersicht
Die leichte Glasfaserstoffrolle wird aus E-Glasfilamenten mit feinem Durchmesser (5–7 µm) und einem geringen Flächengewicht im Bereich von 25 g/m² bis 150 g/m² hergestellt. Dieses Tuch wurde für Anwendungen entwickelt, bei denen Gewichtsreduzierung von entscheidender Bedeutung ist. Es bietet eine Dichte von 2,54 g/cm³ bei einer Stoffdicke von 0,05 mm bis 0,25 mm. Das Tuch bietet eine Zugfestigkeit von 150–250 MPa bei gleichzeitiger Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Die offene Webstruktur ermöglicht ein schnelles Eindringen des Harzes und eignet sich daher für Dünnschnittlaminate, Oberflächenschleier und kosmetische Schichten. Das Rollenformat bietet kontinuierliche Längen für eine effiziente Verarbeitung in automatisierten Lay-up-Systemen.
Kernvorteile
Produktspezifikationen
| Fasertyp | E-Glas (5–7 µm Durchmesser) |
| Webart | Glatt oder Leno |
| Dickenbereich | 0,05 – 0,25 mm (±0,01 mm) |
| Flächengewicht | 25 – 150 g/m² |
| Zugfestigkeit (Warp) | ≥ 200 MPa |
| Zugfestigkeit (Schuss) | ≥ 180 MPa |
| Dichte | 2,54 g/cm³ |
| Durchlässigkeit (Darcy) | 1,5 – 3,0 × 10⁻⁹ m² |
| Dauergebrauchstemperatur | –60°C bis 500°C |
| Rollenbreite | 600 mm, 900 mm, 1200 mm |
| Rollenlänge | 100 m, 200 m, 300 m |
Anwendungsfelder
Handhabungs- und Installationshinweise
Häufig gestellte Fragen
Leichtes Gewebe bietet ein um 40–60 % geringeres Flächengewicht und behält gleichzeitig 70–80 % der Zugfestigkeit pro Gewichtseinheit im Vergleich zu Standardgewebe mit 200 g/m². Das Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht ist etwa 20 % höher, was es für gewichtskritische Anwendungen effizient macht. Allerdings ist die absolute Festigkeit pro Schicht geringer, sodass mehr Lagen erforderlich sind, um die gleiche Laminatdicke zu erreichen.
Ja. Durch das feine Webmuster und das niedrige Profil eignet es sich als Oberflächenschleier. Wenn es als äußerste Lage verwendet wird, bietet es eine glatte Oberfläche mit reduziertem Durchdruck von darunter liegenden Kernmaterialien. Tragen Sie bei lackierfertigen Oberflächen zwei Lagen im Winkel von 0°/90° auf. Das Tuch nimmt Gelcoats und Farben auf, ohne dass zusätzliches Schleifen erforderlich ist.
Verwenden Sie zum Vakuumverpacken ein Entlüftungssystem mit perforierter Trennfolie. Der leichte Stoff erfordert im Vergleich zu schwereren Stoffen geringere Harzflussraten. Legen Sie ein volles Vakuum (0,095 MPa) an und halten Sie es mindestens 30 Minuten lang aufrecht, nachdem der Harzfluss aufgehört hat. Verwenden Sie ein Fließmedium auf der Oberseite, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten. Der typische Harzverbrauch beträgt 80–100 % des Stoffgewichts.
Das Tuch behält seine mechanische Integrität bis zu 500 °C dauerhaft bei. Für Anwendungen über 400 °C empfehlen wir die Verwendung einer mit dem Harzsystem kompatiblen Hochtemperaturschlichte. Die leichte Konstruktion sorgt für eine geringere thermische Masse, was zu einer schnelleren thermischen Reaktion führt. Die Wärmeleitfähigkeit beträgt 0,038–0,042 W/m·K.
Bei nicht-strukturellen Anwendungen bieten 1–2 Lagen eine ausreichende Verstärkung für kosmetische Oberflächen. Für strukturelle Anwendungen (z. B. Plattenhäute) sind 4–8 Lagen üblich, was eine Laminatdicke von 0,4–0,8 mm ergibt. Konstrukteure sollten die Lagenzahl basierend auf den Belastungsanforderungen anhand der Zugfestigkeits- und Modulwerte des Stoffes berechnen. Ein typisches 4-lagiges Laminat (2/2-Twill-Ausrichtung) erreicht eine Zugfestigkeit von 180 MPa.
