Hochfeste Glasfaserstoffrolle
Produktübersicht
Hochfeste Glasfasergeweberollen werden aus S-2-Glas oder hochfesten E-Glasfilamenten mit fortschrittlicher Schlichtechemie hergestellt. Dieses Tuch bietet eine Zugfestigkeit von mehr als 450 MPa in Kettrichtung und 420 MPa in Schussrichtung bei einer Bruchdehnung von weniger als 3,5 %. Erhältlich in Stärken von 0,20 mm bis 1,50 mm und Gewichten von 150 g/m² bis 800 g/m². Das Gewebe behält seine strukturelle Integrität bei Temperaturen von bis zu 600 °C bei und weist im Vergleich zu Standard-Glasfasergeweben eine verbesserte Schlagfestigkeit auf. Der hohe Faservolumenanteil (bis zu 58 %) ermöglicht die Herstellung leichter Laminate mit einer mechanischen Leistung, die in bestimmten Anwendungen denen von Kohlefaserverbundwerkstoffen nahe kommt.
Kernvorteile
Produktspezifikationen
| Fasertyp | S-2-Glas / Hochfestes E-Glas |
| Webart | Uni, Twill oder 8-Harness-Satin |
| Dickenbereich | 0,20 – 1,50 mm (±0,03 mm) |
| Flächengewicht | 150 – 800 g/m² |
| Zugfestigkeit (Warp) | ≥ 450 MPa |
| Zugfestigkeit (Schuss) | ≥ 420 MPa |
| Zugmodul | 85 – 92 GPa |
| Bruchdehnung | ≤ 3,5 % |
| Dauergebrauchstemperatur | –60°C bis 600°C |
| Rollenbreite | 800 mm, 1000 mm, 1200 mm |
| Rollenlänge | 30 m, 60 m, 120 m |
Anwendungsfelder
Handhabungs- und Installationshinweise
Häufig gestellte Fragen
Hochfestes Fiberglas bietet eine um 35–45 % höhere Zugfestigkeit und einen um 15–20 % höheren Modul als Standard-E-Glas. Die verbesserte Leistung ermöglicht es Designern, die Laminatdicke bei gleichbleibender Tragfähigkeit um bis zu 20 % zu reduzieren. Allerdings sind die Materialkosten etwa 2,5- bis 3,5-mal höher, sodass es nur dort kosteneffektiv ist, wo Gewichtsreduzierung oder Leistungsgrenzen entscheidende Designfaktoren sind.
Ja. Das Tuch ist mit Epoxid-, BMI- und Cyanatester-Prepreg-Systemen kompatibel. Verwenden Sie für die Aushärtung im Autoklaven eine Anstiegsrate von 1–3 °C/min auf 180 °C und halten Sie sie 2–4 Stunden lang unter einem Druck von 0,6 MPa. Die hohe Faserdichte erfordert eine sorgfältige Entblößung alle 3–4 Lagen, um Porosität zu verhindern. Trocknen Sie das Tuch vor der Imprägnierung mit dem Prepreg 1 Stunde lang bei 110 °C vor, um adsorbierte Feuchtigkeit zu entfernen.
Für Druckbehälter kann das Tuch je nach Wickelwinkel und Anzahl der Schichten in Laminaten mit einem Dauerinnendruck von bis zu 25 MPa verwendet werden. Eine typische 10-lagige Wicklung mit einem Spiralwinkel von 55° und einer Gewebedicke von 0,8 mm erreicht einen Berstdruck von 18–22 MPa. Führen Sie stets einen hydrostatischen Prüftest mit dem 1,5-fachen Auslegungsdruck gemäß den ASME Abschnitt X-Standards durch.
Das Tuch behält seine mechanischen Eigenschaften bis zu –196 °C (Temperatur von flüssigem Stickstoff). Unter kryogenen Bedingungen erhöht sich die Zugfestigkeit aufgrund von molekularen Ausrichtungseffekten um etwa 10 %, während die Dehnung auf 2,8 % abnimmt. Dadurch eignet sich das Material für kryogene Lagertanks, supraleitende Magnetträger und Weltraumantriebsstrukturen.
Ja, das Tuch ist für die Vakuuminfusion und das Harztransferformen geeignet. Der empfohlene Harzviskositätsbereich liegt bei 150–300 cP bei 25 °C. Für eine optimale Strömung verwenden Sie ein Strömungsmedium direkt auf der Oberseite. Für eine vollständige Imprägnierung wird ein Vakuumniveau von 0,095 MPa oder höher empfohlen. Die typische Ziehzeit für eine 1 m² große Platte mit 4 Lagen beträgt 8–12 Minuten.
Für strukturelle Reparaturen wird eine Schlitzreparatur mit einem Konizitätsverhältnis von 12:1 empfohlen. Verwenden Sie dasselbe hochfeste Tuch mit kompatiblem Epoxidharz. Härten Sie die Reparatur 2 Stunden lang bei 80 °C aus und härten Sie anschließend 3 Stunden lang bei 120 °C nach. Führen Sie nach der Reparatur immer eine zerstörungsfreie Prüfung (Ultraschall oder Thermografie) durch, um die Integrität der Verbindung zu überprüfen. Für unkritische Schönheitsreparaturen kann ein einfacher Flicken mit 50 mm Überlappung ausreichen.
